Monika Düsing stellt sich zur Wahl

CDU-Vorsitzende will Bürgermeisterin werden.

Langenberg (gl). „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ – fast 30 Jahre ist Monika Düsings Vater Hans-Rudolf Benteler ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Langenberg gewesen. Nun möchte sie es selbst werden. Wenn am 25. Mai parallel zur Europawahl die Kommunal- samt Bürgermeisterwahl über die Bühne geht, tritt die 46-Jährige für die CDU die Kandidatur auf den Chefposten im Langenberger Rathaus an.

In Sachen Lokalpolitik hat Monika Düsing eine Blitzkarriere hingelegt: Ein Jahr nach ihrer Rückkehr aus dem Rheinland in ihre westfälische Heimat 2003 machte sie erste Erfahrungen im Ratsalltag der Gemeinde als Sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur. Seit Juni 2012 ist Monika Düsing als Nachfolgerin von Martin Hammelbeck Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands. Dass sie nun sowohl für die Langenberger Christdemokraten ins Rennen um einen Wahlkreis sowie um das Bürgermeisteramt geht, kommt daher nicht überraschend. 

Das Thema Bürgermeisterkandidatur habe sie bereits bei der Wahl zum Gemeindeverbandsoberhaupt im Hinterkopf gehabt, unterstreicht Monika Düsing. „Auf der Tagesordnung hatten wir die Bürgermeisterwahl schon lange. Als die Frage aufkam, wer es machen könnte, musste ich nicht lange überlegen“, betont die Familienmutter aus Benteler. Das Votum des Fraktions- und des Gemeindeverbandsvorstands sei jüngst deutlich ausgefallen, so dass sie sich nun auf einen „spannenden und fair geführten Wahlkampf“ freuen kann. 

Dass die CDU zur Wahl um das höchste Amt in der Gemeinde einen Kandidaten aufstellt, der Bürgermeisterin Susanne Mittag nachfolgen könnte, ist nicht selbstverständlich. Zur letzten Bürgermeisterwahl 2009 entschied sich die CDU dafür, der UWG-Kandidatin das Rennen kampflos zu überlassen. „Das war damals die richtige Entscheidung, weil wir keinen geeigneten Kandidaten hatten. Heute sieht das ganz anders aus. Mit Monika Düsing haben wir eine tolle Politikerin in unseren Reihen“, sagt  Fraktionschefin Renate Große- Wietfeld. 

Nun gelte es, seitens der stärksten Ratsfraktion, die Kandidatur erfolgreich abzuschließen, um so von der CDU in den Stiel gestoßene Arbeitsfelder wie „Haselkamps Wiese“ oder das Projekt „Jung kauft Alt“ von allen Seiten positiv begleiten zu können, betont Renate Große-Wietfeld. Weitere Themen, die den Wahlkampf prägen sollen, will die CDU demnächst bekanntgeben. Ganz oben auf der Agenda solle aber die Erhaltung der guten Infrastruktur in beiden Ortsteilen stehen sowie eine aktivere Wirtschaftsförderung als bisher in der Gemeinde. 

Kommentar: Kandidatur ist Gewinn für die Demokratie

Die Tatsache, dass sich mit Monika Düsing ein weiteres Gewächs aus dem Hause Benteler um das höchste Amt in der Gemeinde kandidiert, ist schon Grund genug, gespannt zu sein, wie die Bürgermeisterwahl am 25. Mai wohl ausgehen wird. Viel interessanter ist allerdings die Aufstellung an sich. Denn während den Langenbergern vor fünf Jahren erst gar nicht die Möglichkeit gegeben wurde, sich zwischen mehreren Kandidaten zu entscheiden, ist die CDU in der Gemeinde aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht – voller Selbstbewusstsein und Elan – und stellt mit der „Familienmanagerin“ aus Benteler eine Kandidatin auf, der Politik mit in die Wiege gelegt wurde. Auch wenn die Wahl um den Vorsitz im Rathaus längst noch nicht entschieden ist, gibt es schon jetzt Gewinner: die Bürger und die Demokratie als solche. Denn ohne Alternative ist eine Wahl keine Wahl. In wie weit sich dieser Sachverhalt auf das Wahlverhalten der Bürger auswirken wird, bleibt abzuwarten. 

Zur Person

Die Diplom-Kauffrau Monika Düsing wurde 1967 in Lippstadt geboren. Nach dem Abitur und einem Betriebswirtschaftsstudium zog es die Mutter von vier Kindern im Alter von sieben bis 18 Jahren beruflich bedingt ins Rheinland. Seit 1995 ist sie mit Dr. Hartwig Düsing verheiratet, mit dem sie seit 2003 zusammen mit der Familie auf dem elterlichen Hof in Benteler lebt. Von 2004 bis 2012 war die CDU-Kandidatin Vorsitzende des Fördervereins der Schmeddingschule. Seit 2007 ist sie in der Schulpflegschaft der Marienschule sowie im Vorstand des DLRG-Fördervereins aktiv. Ihre politische Karriere startete Monika Düsing 1982 als stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union Langenberg.

 

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