Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Thema Standort Ärztehaus“

\"Ärztehaus\"- Auswirkungen auf Langenberg und Benteler

Was sie nicht in der Tagespresse lesen können
 
·       Herr Huesmann, der langjährige Städteplaner für Langenberg, erläutert, dass ein „Ärztehaus, eine Gemeinschaftspraxis“ im Ortskern an der Hauptstraße gebaut werden müsse. Diese Aussage wird gestützt von dem Einzelhandelsgutachten, von dem Gewerbeverein und von allen angesprochenen Planern.
 
·        Bei der Bewertung des Städteplaners in Bezug auf das Entwicklungspotenzial steht der Standort südlich des Aldimarktes erst an dritter Stelle.
 
·       Das „Ärztehaus“ soll neben den Arztpraxen auch eine Apotheke und einen Physiotherapeuten beheimaten. Ein „Ärztehaus“ ist ein Frequenzbringer für die umliegenden Versorger und führt somit zur Stärkung des Einzelhandels im Ortskern und zum Erhalt des Ortskerns in Langenberg.
 
·       Bis heute liegt Verwaltung und Politik kein schriftliches Konzept zur Umsetzung des Ärztehauses vor, auch fehlt bis heute eine „Bauskizze“, wie das Ärztehaus eigentlich aussehen soll?
 
·       Die Ärzte treten nicht als Investoren auf, sie sind lediglich Mieter. Ein Investor ist nicht bekannt.
  
·       Eine Praxisgemeinschaft in dem geplanten Umfang wird von ca. 200 Patienten am Tag aufgesucht. Eine Kennzahl sagt, dass etwa 20%, immerhin 40 Personen, die eine Praxisgemeinschaft aufsuchen, dies anschließend mit weiteren Erledigungen und Einkäufen verbinden. Denn nicht Jeder, der einen Arzt aufsucht, ist schwer erkrankt. Diese Besucher könnten sich in alle Richtungen im Ortskern an der Hauptstraße bewegen und einige Geschäfte, welcher Art auch immer, besuchen. Beim Standtort „Aldi“ würde sich das Angebot auf den einen Anbieter beschränken.
  
·       Berücksichtigt man die demografische Entwicklung unserer Gemeinde und die Aussage des Seniorenbeirats hierzu, fehlen in Langenberg Angebote zum altengerechten Wohnen und für karitative Einrichtungen. Diese Einrichtungen könnten sich in hervorragenden Weise auf dem Grundstück „Haselkamp“ imOrtskern neben der Volksbank in Anlehnung an eine Praxisgemeinschaft weiter entwickeln. Am Standort Aldi ist keinerlei weitere Entwicklung für solche          Einrichtungen möglich, da die Fläche dort fehlt. Im Gegenteil, direkt gegenüber von Aldi befindet sich ein großer Industriebetrieb.
 
·       Die Errichtung einer Praxisgemeinschaft auf dem Grundstück südlich des Aldi führt unweigerlich zu einer Schwächung des Ortskerns. Denn eine an der Hauptstraße ansässige Apotheke wird in das neu zu errichtende „Ärztehaus“ mit umziehen. Dies führt zu weiterem Leerstand im Ortskern.
Dabei muss bewusst sein, dass kein neuer Unternehmer in einen schwachen Standort investiert. Die CDU verweist hier auf die heutige Nutzung der ehemaligen St. Georg Apotheke an der Ecke Hauptstraße – Benteler Straße.
 
·       Dass unsere Ärzte aufgrund der Zeitschiene für den Standort Aldi plädieren kann nachvollzogen werden. Nichtsdestotrotz hat der Rat aber auch eine Verantwortung für die Zukunftsentwicklung des Ortskerns Langenberg.
 
·       Um noch einmal auf die Zeitschiene einzugehen. Herr Huesmann als Planer, der die Gemeinde seit Jahren begleitet und die Gegebenheiten hervorragend kennt, teilte mit, dass am Standort Aldi eine Änderung des Bebauungsplanes bis zum 3. Quartal 2010 möglich ist. Für die Überplanung „Haselkamps Wiese“ muss eine Zeitschiene bis zum 1. Quartal 2011 berücksichtigt werden . Hier liegt genau nur ein halbes Jahr dazwischen. Kann dies das Argument sein alle alternativen Standorte abzulehnen und damit eine Entwicklung für die nächsten 30 Jahre zu gefährden?
 
Herr Frau
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